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16.03.2009
Nr. 6/2009: Welche Maus kommt mir ins Haus?
Ein kleiner Mäuseheld erobert in diesen Tagen die Kinoleinwand, in der Verfilmung des Kinderbuchs "Desperaux - Von einem der auszog, das Fürchten zu verlernen" der Amerikanerin Kate DiCamillo. Die Trickfilm-Komödie wird wieder viele Menschen und Kinder animieren, sich Mäuse als Haustiere zu halten, wissen die Experten der Fachmarktkette Fressnapf. Doch welche Mäusearten gibt es überhaupt und welche Ansprüche haben sie?
Die Farbmaus ist am häufigsten als Mitbewohnerin im Käfig vorzufinden. Sie stammt von der Wildform der Hausmaus ab. Es gibt sie in zahlreichen Farbvarianten. Für eine kleine Gruppe sollten Sie mindestens eine Käfiggrundfläche von 70 x 50 x 70 (L x B x H) Zentimeter zur Verfügung stellen. Gitterabstände dürfen nicht größer als 0,5 Zentimeter sein. Mehrere Ebenen in der Mauswohnung sorgen für Abwechslung, Rückzugsmöglichkeit und mehr Bewegungsraum. Farbmäuse ernähren sich hauptsächlich von Getreide und Sämereien.
Die mongolische Rennmaus wurde in den vergangenen Jahren immer beliebter. Sie ist mit zehn bis 14 Zentimetern relativ groß und hat einen behaarten Schwanz. Einsteiger sollten mit zwei Tieren beginnen, denn eine Gruppe kann sehr herausfordernd sein. Rennmäuse lieben Körnerfutter, buddeln gerne und brauchen zum Baden eine Schale mit Sand.
Die Stachelmaus gibt es in verschiedenen Arten, allen voran die Sinai-Stachelmaus. Ihre Erkennungsmerkmale sind borstig wirkendes Rückenfell, ein nackter Schwanz und trichterförmige Ohren. Stachelmäuse pflegen ein einzigartiges Sozialleben, das sich gut beobachten lässt. Allerdings lassen sie sich nicht gerne anfassen, werden leicht zu dick und brauchen deshalb genügend Platz, um sich zu bewegen. Ihr Körnerfutter sollte entsprechend fettarm sein.
Die Streifengrasmaus besticht durch ihr durchgehendes Streifenmuster auf dem Rücken, das ihr in freier Natur als Tarnung dient. Sie hat einen hohen Rücken, kann sich sehr lang machen, läuft und klettert gerne. In der Haltung sind Streifengrasmäuse schwieriger, da sie sehr sensibel sind. Die teilweise tagaktiven Tiere brauchen neben Sämereien und tierischem Eiweiß auch grünes Saftfutter.
Die afrikanische Zwerg- oder Knirpsmaus ist mit etwa fünf Zentimetern Körperlänge die kleinste ihrer Gattung. Sie benötigt Tag und Nacht eine Mindesttemperatur von 21 Grad Celsius. Wegen ihrer Größe hält man sie in Terrarien, die ausbruchsicher abgedeckt sind - denn Zwergmäuse klettern zwar sehr selten, springen aber sehr gut und weit. Sie fressen Gräser, Samen und kleine Insekten.
Ein paar grundsätzliche Dinge sollten Mäusefans bedenken: Die kleinen Nager sind gesellige Sippentiere, die mindestens zu zweit gehalten werden sollten. Trotz ihrer geringen Größe brauchen sie genügend Platz, weil sie sehr bewegungsfreudig sind. Und sie sind als Haustiere für Kinder nicht geeignet. Diese wollen schmusen und spielen, was mit den flinken, zierlichen und meist nachtaktiven Mäusen schwer möglich ist. Wer die Tiere und ihr Sozialverhalten beobachten möchte, hat dagegen viel Freude mit ihnen.
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Alle Bilder zu diesem Artikel:
Süße Maus
Wer Mäuse als Haustiere halten möchte, sollte bedenken, dass die kleinen Nager Anspruch auf artgerechte Haltung haben, mindestens zu zweit gehalten werden sollten und trotz ihrer geringen Größe genügend Platz brauchen.
Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)
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