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14.09.2009
Nr.19 /2009: Eine tierisch haarige Angelegenheit
Viele, viele Haare, liegen dort und fliegen hier – Hunde- und Katzenbesitzer können ein Lied davon singen, wenn im Herbst oder Frühjahr Fellwechsel angesagt ist. Die Experten der Fachmarktkette Fressnapf geben Tipps, wie die haarige Zeit am besten zu überstehen ist.
Es ist bei Hunden wie bei Katzen: Der Wechsel ihres Haarkleids folgt normalerweise dem natürlichen Jahresrhythmus. Im Frühjahr wird Platz geschaffen für ein angepasstes Sommerfell, im Herbst für ein wärmendes, dichtes Winterfell. So haben Herrchen und Frauchen meist vier bis sechs Wochen lang gegen unzählige Fellbüschel in der Wohnung, an den Möbeln und Kleidungsstücken zu kämpfen. Ruhe kehrt erst dann wieder ein, wenn sich das Tierfell neu aufgebaut hat.
Bis dahin heißt es: täglich bürsten. So halten Sie nicht nur das Haaraufkommen in Ihrer Wohnung in Schach, sondern Sie unterstützen auch Ihr Tier, dessen Stoffwechsel in dieser Zeit auf Hochtouren läuft. Abgestorbene Haare, vor allem aus dem Unterfell, können Sie mit der richtigen Bürste mühelos entfernen. Das ist wichtig, damit die Haut atmen kann und sich keine Verfilzungen bilden. Diese können nämlich zu bakteriellen Infektionen, Pilzbefall oder Ekzemen führen. Dem Wohl des Tieres dient auch die Massagewirkung des Bürstens, z. B. mit einem Noppenhandschuh oder einem Gummi-Striegel. Das fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Ist Ihr Tier von klein auf ans Bürsten gewöhnt, wird es diese intensive Zeit zu zweit richtig genießen. Vorausgesetzt, Sie führen das Pflegeritual dann durch, wenn Ihr Vierbeiner ausgeglichen und stressfrei ist. Wenn Sie eine Katze haben, verhindern Sie durch das Ausbürsten der losen Haare, dass sie zu viel davon schluckt. Denn das kann zu ernsten Verdauungsproblemen führen. Bieten Sie Ihrer Samtpfote Malzpaste an, das hilft ihr, mit den vielen Haaren fertig zu werden.
Widmen Sie Ihrem Tier während des Fellwechsels besondere Aufmerksamkeit, verkürzt sich mitunter die „haarige Phase“. Manche Besitzer schwören zudem auf essentielle Fettsäuren (Futteröle) oder Bierhefe-Präparate, die sie dem Futter beimengen. Auch das wirkt unterstützend, kräftigend und sorgt für ein glänzend schönes Fell.
Ist die Zeit des Haaraufbaus vorbei, können Sie die Abstände zwischen der Fellpflege vergrößern. Je nach Hunderasse und Fell reicht dann wöchentliches Bürsten. Bei Katzen können Sie ganz darauf verzichten, es sei denn, sie sind langhaarig oder haben starkes Unterfell. Dann müssen Sie sie weiterhin regelmäßig bei der Fellpflege unterstützen. Und was, wenn sich bei Hund oder Katze doch einmal Verfilzungen gebildet haben? Lockere Knoten zunächst mit der Hand und dann mit einem Entfilzungskamm ganz vorsichtig auflösen. Haben sich schon feste Filzplatten gebildet, können Sie diese mit einer Schere einschneiden und versuchen, sie zu entwirren. Beachten Sie jedoch, dass zu starkes Ziehen und Zupfen die Haut des Tieres extrem reizt und die Haare regelrecht rausreißen kann. Im schlimmsten Fall kann nur noch ein Tierarzt oder ein Tiersalon mit einer Schur helfen.
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Alle Bilder zu diesem Artikel:
Haarpflegeprogramm für Vierbeiner
Fellwechsel bei Hund und Katze kann Frauchen und Herrchen mit regelmäßigem Bürsten unterstützen.
Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
(Abdruck des Fotos nur in Verbindung mit dem redaktionellen Text)
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