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12.10.2009
Nr. 21/2009: Der Winter am Teich
Es ist kaum zu glauben, wie schnell ein Sommer vergeht. Eben saß man noch am gepflegten Gartenteich, und schon fällt das erste Laub ins Wasser. Dann wird es höchste Zeit, den Teich winterfest zu machen. Die Tierexperten der Fachmarktkette Fressnapf informieren darüber, welche Ansprüche die schuppigen Teichbewohner an ihr Winterquartier haben.
In einem Teich mit mindestens 80 Zentimetern Tiefe findet bei winterlichen Temperaturen eine natürliche Wasserschichtung statt. So entstehen verschiedene Temperaturzonen. Ganz unten, bei etwa vier Grad Celsius, finden Tiere die Möglichkeit zu überwintern. Deshalb ist es wichtig, diese Schichtung nicht durch äußere Einwirkung zu zerstören. Das wäre z. B. dann der Fall, wenn Sie erst in den Wintermonaten zur Teichreinigung kommen oder eine Teichpumpe das Wasser ständig umwälzt. Deshalb: Bei Temperaturen unter zwölf Grad Celsius sollten Sie Ihre Teich- und Bachlaufpumpen abschalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Teich bis zum Grund durchfriert!
Neben den Temperaturen ist der Sauerstoffgehalt Ausschlag gebend für das Überleben der Teichfische. Das ist vor allem dann relevant, wenn sich eine Eisschicht gebildet hat. Denn darunter vermindert sich der Sauerstoffgehalt des Wassers tagtäglich, was den Tieren Atemnot bescheren kann. Hinzu kommt eine weiteres Problem: Befindet sich zu viel organisches Material am Grund des Teiches, wie Laub, Schlamm oder abgestorbene Pflanzenreste, kommen Zersetzungsprozesse in Gang. Das zehrt nicht nur an den Sauerstoffreserven, sondern setzt giftige Gase wie Schwefelwasserstoff oder Methan frei. Wenn diese wegen der geschlossenen Eisdecke nicht entweichen können, droht Lebensgefahr für alle Tiere im Teich.
Das schafft Abhilfe:Befreien Sie Ihren Teich rechtzeitig jetzt im Herbst von losen oder abgestorbenen Pflanzenteilen. Sorgt der Winterfrost dann dafür, dass sich eine Eisschicht bildet, halten Sie immer ein Luftloch eisfrei. Das erreichen Sie etwa mit einem Durchlüfterstein oder mit einem so genannten Eisfreihalter aus Kunststoff oder aus Styropor mit Pumpe. Keinesfalls sollten Sie gewaltsam und geräuschvoll ein Loch in die Eisdecke hacken. Das bringt die Fische ziemlich durcheinander und kann zu hohen Druck auf die unteren Wasserschichten verursachen. Alternativ können Sie im Winter auch eine Luftpolsterfolie mit den Noppen nach unten auf die Wasseroberfläche legen. Sie wirkt wie eine Isolierschicht gegen Kälte und hält Schnee und Eis ab; dafür lässt sie eventuell entstehende Faulgase entweichen.
Überwintern außerhalb des Teichs
Ist Ihr Teich zu niedrig oder Ihren Fischen geht es augenscheinlich bei Kälte nicht gut, sollten Sie sie besser woanders einquartieren. Das muss kein Aquarium sein; auch ein großes Behältnis, wie eine Regentonne oder Mörtelwanne, eignet sich. Das füllen Sie je zur Hälfte mit Teich- und Frischwasser. Auch eine Pumpe und einen Filter sollten Sie installieren. Idealerweise findet das Umsetzen bei Temperaturen zwischen zwölf und sieben Grad Celsius statt. Später darf die Temperatur auf vier Grad Celsius sinken, sodass Sie die Fische problemlos im Keller oder in der Garage unterstellen können.
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Alle Bilder zu diesem Artikel:
Gut über den Winter
Ein Eisfreihalter sorgt dafür, dass das Wasser im Gartenteich bei Frost nicht komplett zufriert.
Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)
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