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09.11.2009
Nr. 23/2009: Faszination Spinnen, Schlangen & Co.

Wer hat nicht schon aus den Medien erfahren, dass irgendwo in unseren Breiten eine Giftschlange aufgetaucht ist, deren Herkunft unbekannt ist. Gefährliche Haustiere stellen für manche Tierbesitzer eine besondere Herausforderung dar, weil sie faszinierend und etwas Besonderes sind. Ob und welche Gefahr von solchen Exoten ausgehen kann, erläutern die Tierexperten der Fachmarktkette Fressnapf.

Vogelspinnen sind vergleichsweise harmlos. Sie können mit ihrem Beißwerkzeug nicht tief in die Haut eindringen. Ihr Gift hat auf Menschen in etwa die Wirkung eines Bienenstichs, sofern keine Allergie besteht. Die Schwarze Witwe kann mit ihren Giftklauen dem Menschen stärker zusetzen.

Pfeilgiftfrösche sind so giftig, dass ihr Hautsekret sogar Menschen töten kann. Das passiert jedoch nur, wenn die Substanz in den Blutkreislauf gerät. Viel wahrscheinlicher ist der Hautkontakt, bei dem es zu Hautreizungen kommen kann. Wer diese Frösche aus Nachzuchten kauft, setzt sich keiner Gefahr aus, weil diese kein Gift produzieren. Selbst Wildimporte würden im Terrarium innerhalb weniger Monate ihr Gift verlieren, da sie es in der Natur über die Nahrung aufnehmen und speichern.

Giftschlangen lähmen mit ihrem Toxin meist den Körper ihrer Beute oder sie vergiften deren Körperzellen. Je nach Giftigkeit der Schlange schlägt ein Biss auch beim Menschen an und sorgt unter anderem für Lähmung, Atemnot, Schwellung, Schmerzen Muskelschädigung oder eine gestörte Blutgerinnung. Hat eine Schlange zugebissen, ist sofort ein Arzt aufzusuchen, egal ob sie als giftig gilt oder nicht. Mancherorts werden Kurse angeboten, in denen Schlangen-Liebhaber die sichere Handhabung von Giftschlangen erlernen können.

Auch in Aquarien ziehen giftige Fische wie der Rotfeuerfisch oder der Rochen ihre Besitzer in Bann. Beide setzen ihr Gift nur dann ein, wenn sie sich bedroht fühlen, was aber beim Hantieren bei der Beckenpflege durchaus passieren kann. Während das Gift des Rotfeuerfisches Schmerzen und Beschwerden verursacht, aber nicht tödlich ist, kann ein Stich des Rochens sehr gefährlich werden.

Rechtliches
Gefährdete, wildlebende Tiere fallen unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Wenn es überhaupt erlaubt ist, diese einzuführen und zu halten, müssen die Besitzer gewisse Auflagen erfüllen. Regelungen zu Haustieren, die gefährlich sind, können die Bundesländer selbst treffen. Möglicherweise besteht bei Ihnen eine Meldepflicht, Sie müssen einen Nachweis der Sachkunde erbringen und die Haltungsbedingungen offen legen. Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Landesbehörden, wie z. B. der Naturschutzbehörde oder beim Veterinäramt.


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Haarig, aber harmlos

Vogelspinnen sind nicht so gefährlich, wie viele meinen. Sie können mit ihrem Beißwerkzeug nicht tief in die Haut eindringen. Ihr Gift hat auf Menschen in etwa die Wirkung eines Bienen-stichs, sofern keine Allergie besteht.

Foto: Fressnapf/Susanne Gnamm

(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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