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22.02.2010
Nr. 4/2010: Flugbahn frei für den kleinsten Kakadu!

Gelb und grau-weiß gefiedert, mit orangefarbenem Wangenfleck - so kennt man die meisten Nymphensittiche. Mit ihrer aufgeweckten, gutmütigen Art und ihrer gut lesbaren Körpersprache wecken sie bei vielen Vogelliebhabern starke Sympathien. Einmal neugierig die Federhaube aufgestellt und das Köpfchen zur Seite geneigt, zeigt beim Menschen einfach seine Wirkung ... Was den Schwarmvogel sonst noch ausmacht, vermitteln die Experten der Fachmarktkette Fressnapf in ihrem Porträt.

Der Nymphensittich ist neben dem Wellensittich der beliebteste Papageienvogel in heimischen Wohnzimmern. Er gehört zur Familie der Kakadus, was alleine die charakteristische Federhaube erkennen lässt. Diese früher nur vermutete Verwandtschaft brachte ihm auch Namen wie Kakadusittich oder Keilschwanzkakadu ein - im Englischen heißt er heute noch „Cockatiel“, abgeleitet von „Cockatoo“.

Sein wissenschaftlicher Name „Nymphicus hollandicus“ deutet jedoch auf seine Herkunft und seinen natürlichen Lebensraum hin: Australien, nach der Entdeckung durch die Niederländer Neu-Holland genannt. Auf dem australischen Kontinent leben die wilden Nymphensittiche in kleinen bis großen Schwärmen nomadisch zusammen. Sie meiden geschlossene Wälder, sind aber ansonsten im Inland fast überall anzutreffen, mittlerweile sogar im städtischen Umland. Sie fliegen also gerne und viel umher, was letztlich auch für die Haltung der Vögel als Heimtier wichtig ist: Sie brauchen täglich Freiflug und das über einen längeren Zeitraum.

Auch die Tatsache, dass Nymphensittiche Gruppentiere sind, sollten Vogelfreunde berück-sichtigen: Am wohlsten fühlen sich die kleinsten Kakadus im Schwarm oder als Paar. Gleichgeschlechtliche Tiere können sich nie das geben, was ein echter Sexualpartner kann; selbst bei einem Schwarm sollten gleich viele Männchen wie Weibchen gehalten werden. Doch wie können Sie sicher sein, dass das Pärchen sich auch mag? Am besten kaufen Sie ein festes Nymphensittich-Paar oder zwei Vögel, die zumindest gleichen Alters sind. Bei einer Lebenserwartung von etwa 25 Jahren sollten einige Voraussetzungen stimmen, damit die Tiere gesund und lebensfroh bleiben.

Dazu gehört auch eine artgerechte Unterbringung. Nymphensittiche brauchen viel Platz, mit einem kleinen Käfig ist es da nicht getan. Als Grundfläche sollte für ein Paar mindestens 150 x 70 x 100 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe) zur Verfügung stehen. Die Vögel mögen es, auf Augenhöhe mit dem Mensch sein zu können, was bei der Höhe des Käfigs bzw. beim Standort unbedingt zu berücksichtigen ist. Die Käfigeinrichtung darf natürlich sein - beispielsweise Äste von Obstbäumen oder der Birke, Sisal-Seile, Holzbrücken oder -schaukeln.

Wildlebende Nymphensittiche ernähren sich von Samen, Beeren oder Kernen und anderen pflanzlichen Bestandteilen, die sie am Boden finden. Als Ergänzung zum Sittichfutter lieben sie daher z. B. Kolbenhirse, an der sie knabbern können. Alles in allem sind die kleinen Kakadus anpassungsfähig, nur zum Sprechen werden Sie sie kaum bewegen können.

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Alle Bilder zu diesem Artikel:

Lustige Vögel

Wegen ihres aufgeweckten und gutmütigen Wesens gehören die Nymphensittiche zu den beliebtesten Papageienvögeln in Deutschland.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz

(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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