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03.05.2010
Nr. 9/2010: Was Tierkinder ihren Mamas verdanken

Am 9. Mai ist Muttertag – eigentlich ein Tag der Verbundenheit. Natürlich kennen unsere Haustiere diese Erfindung nicht. Aber auch sie bauen in den ersten Lebenswochen und Monaten eine starke Bindung zu ihrer Mutter auf. Wie, das haben die Experten der Fachmarktkette Fressnapf einmal für die beliebtesten Haustiere zusammengestellt.

Die meisten Tiere, die bei uns zu Hause leben, sind Säugetiere. Alleine deshalb kommt dem Muttertier eine besondere Rolle zu. Doch instinktiv übernehmen die Mütter noch einiges mehr, um ihre Brut zu pflegen und auf das Leben vorzubereiten.

Katzenmamas: Es dauert ab der Geburt etwa sechs Monate, bis sich Kätzchen von ihrer Mutter lösen und alleine in der Welt zurechtkommen. Bis dahin nährt, pflegt und beschützt die Katzenmama ihren Nachwuchs, vorausgesetzt, sie ist reif genug für die Mutterrolle. Vor der Niederkunft sucht sie sich einen ruhigen, sicheren Platz, wo sie mit ihren neugeborenen Kätzchen die ersten Tage verbringt. Nach rund zwei Wochen werden die kleinen Katzen entdeckungsfreudiger; sie können jetzt sehen, erforschen ihr „Nest“ und die noch kleine Welt um sie herum. Das ist für die Mutter ein Zeichen, sie mehr zu fordern. Vielleicht zieht sie mit ihnen an einen neuen Ort, wo sie sich freier bewegen können. Mit der Zeit wird der Nachwuchs immer selbstständiger, nach etwa zwei Monaten wird er auch nicht mehr mit Muttermilch gesäugt. Jetzt beginnt die Mutter, ihm Nützliches und Lebensnotwendiges beizubringen: Sie erzieht die Kleinen zu Sauberkeit und Stubenreinheit und bringt ihnen spielerisch das Jagen bei. Deshalb sollten Katzenkinder auch nicht vor der 12. Woche von ihrer Mutter getrennt werden.

Hundemuttis: Den kleinen Hundewelpen ergeht es ähnlich wie den Kätzchen: Auch sie sind die erste Zeit nach der Geburt blind und taub und brauchen den Schutz und die Sorge der Mutter. Sie säugt ihren Nachwuchs mehrmals täglich, gibt ihm die nötige „Nestwärme“ und sorgt für hygienische Verhältnisse ihres Lagers. Fast drei Wochen dauert es, bis Hundebabys ihre ersten Schritte machen. Langsam wird ihr Entdeckungsradius größer. Dann beginnt die Mutter damit, den Welpen spielerisch das typische Hundeverhalten beizubringen. Die Kleinen werden sozialisiert, lernen sich untereinander zu verständigen. Sie erlernen den Umgang mit Menschen und eventuell mit anderen Haustieren. In dieser Zeit lösen sie sich von ihrer Mutter und werden eigenständig. Mindestens acht bis zehn Wochen sollten die Welpen bei der Hündin bleiben dürfen, ehe sie in ein neues Zuhause kommen.

Kaninchen-Mütter: Auch die kleinen Hoppler kommen als blinde Nesthocker zur Welt. Bei ihnen verläuft der Alltag im Normalfall etwas anders als bei Katzen und Hunden. Die Kaninchen-Mama säugt die Kleinen ein- bis zweimal täglich und verlässt dann das Nest, sofern ihr genügend Platz zur Verfügung steht. Vorher sorgt sie dafür, dass es im Nest sauber bleibt. Wenn die Kleinen aktiver werden, lernen sie ebenfalls mithilfe der Mutter, wie das Leben im Kaninchenrudel funktioniert.

Übrigens: Feldhasen sind im Gegensatz zu den Kaninchen keine Nesthocker, sondern Nestflüchter, die sich unmittelbar nach der Geburt ihre eigenen Verstecke suchen. Aber auch sie werden noch etwa einen Monat lang von der Häsin gesäugt – das geschieht wie bei den Kaninchen meistens nachts, damit keine Fressfeinde auf den Nachwuchs aufmerksam werden. Dann lässt die Häsin ihre Jungen wieder zurück.


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Alle Bilder zu diesem Artikel:

Katzenmutterliebe

Katzen können ganz hingebungsvolle Mütter sein. Aber auch Hunde, Kaninchen und Meerschweinchen bauen in den ersten Wochen und Monaten eine starke Bindung zu ihrem Nachwuchs auf.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz

(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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