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31.05.2010
Nr. 11/2010: Kuscheln und Knuddeln erlaubt!

Wer ein Haustier zu Hause hat, der will es beobachten, mit ihm spielen oder mit ihm Schmusen. Und die Pflichten wollen ebenso wahrgenommen werden: das Reinigen von Käfig, Terrarium, Katzentoilette oder Liegeplatz. Bei all dem kommen Haustierbesitzer mit möglichen Erregern in Kontakt, die eine Infektionskrankheit auslösen können. Doch das Infektionsrisiko bei Mensch und Tier lässt sich gering halten. Wie, das erläutern die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf.

Es sind etwa 200 Infektionskrankheiten bekannt, die sich vom Tier auf den Menschen oder umgekehrt übertragen. Sie heißen „Zoonosen“, von griechisch zoon = Lebewesen und nosos = Krankheit. Prinzipiell können alle Haustiere, von Hund über Katze, Hamster, Vogel bis hin zu Fischen und Reptilien, solche Erreger in sich tragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein gesunder Mensch bei seinem Haustier ansteckt, das gesund und gepflegt ist und keine Krankheitssymptome aufweist, ist bei normalem Kontakt allerdings gering. Es gibt verschiedene Erregergruppen, die jeweils zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen können:

Viren: Sie sind z. B. verantwortlich für die Tollwut oder die Katzenpocken. Durch die Tollwut-Impfung bei Hund und Katze ist das Risiko einer Infektion minimal, die Katzenpocken rufen beim Menschen meist nur lokale Beschwerden hervor.
Bakterien: Dazu gehören z. B. Salmonellen (häufig in Reptilienausscheidungen zu finden), Campylobacter (Hund oder Katze), Chlamydien (meist bei Vögeln) oder Bartonellen (bei Katzen). Der Mensch infiziert sich durch den Kontakt mit Kot oder Urin, das Einatmen von –verunreinigten Staubpartikeln oder durch Bisse sowie andere Verletzungen, je nach Erreger.
Parasiten: Hier sind es Einzeller oder Würmer, die sich meist von Hund oder Katze auf den Mensch übertragen können. Die von Katzen ausgehende Toxoplasmose kann für Schwangere bzw. das ungeborene Kind gefährlich werden. Schwangere Katzenbesitzerinnen sollten sich daher von ihrem Frauenarzt beraten lassen.
Pilze: Sie übertragen sich durch Hautkontakt. Bekannt sind z. B. die Mikrosporie (von Hund oder Katze) oder die Trichophytie (auch von Kleinsäugern und Nagern).

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Sie zum einen dafür sorgen, dass Ihr Tier gesund ist und bleibt, und zum anderen gewisse Hygiene-Aspekte berücksichtigen. Hier die wichtigsten Tipps:
• Impfen Sie Ihr Tier regelmäßig wie empfohlen.
• Entwurmen Sie es regelmäßig und entfernen oder bekämpfen Sie
• Parasiten wie Flöhe, Milben oder Zecken.
• Gehen Sie zum Tierarzt, wenn Ihr Tier krank oder verwundet ist.
• Sorgen Sie für saubere Futter-, Trink-, Schlaf- und Ruheplätze sowie Käfige.
• Waschen Sie sich nach dem Streicheln, der Käfig-, Terrarium-, Aquariumreinigung oder dem Anfassen von z. B. Reptilien stets gründlich die Hände.
• Bringen Sie keine herrenlosen Tiere aus dem Ausland mit!
• Immungeschwächte sollten sich von ihrem betreuenden Arzt beraten lassen.

Sollten nach einem Biss oder außergewöhnlichem Kontakt mit einem Tier, z. B. im Urlaubsland, Krankheitssymptome auftreten, weisen Sie Ihren Arzt bitte auf den Tierkontakt hin. Erste Beschwerden können sogar erst Tage oder Wochen nach dem Erregerbefall auftreten. Je mehr der Arzt weiß, desto eher kann er eine Zoonose diagnostizieren oder ausschließen.


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Alle Bilder zu diesem Artikel:

Keine Angst vor kleinen Tierchen

Wer für die Gesundheit seines Haustieres sorgt und Hygiene-Maßnahmen berücksichtigt, muss keine Angst haben, dass sich vom Haustier Krankheitserreger oder Parasiten übertragen.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz

(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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