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23.08.2010
Nr. 17 /2010: Was ist dran am tierischen 7. Sinn?

Internetforen sind voll von Geschichten über Hunde oder Katzen, die außergewöhnliche Fähigkeiten zu besitzen scheinen. Auch die Tierfreunde der Fachmarktkette Fressnapf kennen die Erzählungen über Hunde, die Gefahren für Herrchen oder Frauchen voraussehen, oder über Katzen, die nach Hause kommen, sobald dort jemand auf sie wartet. Ist das der sogenannte 7. Sinn?

Die klassischen fünf Sinne kommen bei Menschen und Tieren in unterschiedlicher Ausprägung zum Einsatz: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Sie waren bereits im Altertum bekannt. Mittlerweile hat die Wissenschaft noch einige andere Sinne entdeckt, die uns oder den Tieren helfen, etwas wahrzunehmen. Unter dem 6. Sinn verstehen Biologen beispielsweise die Fähigkeit bei einigen Tieren, sich mithilfe elektrischer oder magnetischer Signale zu orientieren. Und als 7. Sinn bezeichnen wir alles, was nicht so recht erklärbar oder nicht auf die erforschten Sinne zurückzuführen ist - zum Beispiel die Fähigkeit zur Telepathie, zum Vorausahnen von Unglück, Krankheit und Naturkatastrophen oder zur Orientierung.

Hunden und Katzen, auch Papageien und Pferden, sagen manche Besitzer telepathische Fähigkeiten nach. Zwei Beispiele: Ein Hund spürt, wenn Herrchen nach der Arbeit den Nachhauseweg antritt - selbst wenn der zu unregelmäßigen Zeiten aufbricht. Durch bestimmte Laute, Schwanzwedeln oder dadurch, dass er einen bestimmten Platz aufsucht, zeigt der Vierbeiner die Ankunft seines Rudelmitglieds an. Auch bei Katzen stellt so mancher Besitzer fest, dass sie alleine dadurch reagieren, dass sie z. B. in Gedanken aufgefordert werden, sich zu zeigen, bemerkbar zu machen oder nach Hause zu kommen.

Wir bewundern immer wieder die Leistung von Tieren, die weite Strecken zurücklegen und wieder nach Hause kommen, z. B. Zugvögel oder Brieftauben. Auch ein entführter Hund hat schon den Weg zurückgefunden - da er per Pkw verschleppt wurde, konnte er kaum seine eigene Spur zurückverfolgt haben. Aber wie finden diese Tiere zurück an ihren gewohnten Platz? Das scheint unerklärlich. Für Gänsehaut sorgen Berichte darüber, dass Tiere im Vorfeld eines schweren Unfalls ihres Frauchens oder Herrchens durch auffälliges Verhalten auf sich aufmerksam machen. Können Tiere hellsehen? Der Zufall wollte es, dass eine britische Biologin 2009 einige Tage vor dem schweren Erdbeben im italienischen L’Aquila in der Region war, um Erdkröten zu beobachten. Sie musste feststellen, dass fünf Tage vor dem Erdbeben mitten in der Laichsaison fast alle männlichen Kröten ihren See verließen - was entgegen deren Natur war. Drei Tage vorher gab es in ihrem Untersuchungsgebiet kaum mehr ein Kröten-Paar. Erst nach dem letzten, schweren Nachbeben kamen die Tiere wieder zurück.

Ähnliche Beobachtungen existieren über die ganze Welt verstreut im Zusammenhang mit Naturkatastrophen. Bisher gibt es keine geprüfte wissenschaftliche Erklärung für all das, was Tiere vielleicht außersinnlich wahrnehmen können. Da hilft nur eins: Schauen Sie sich Ihr Haustier einmal mit anderen Augen an - vielleicht entdecken Sie eine besondere Fähigkeit -und genießen Sie die Verbindung, die Sie zueinander haben! Dafür benötigen Sie keine mit Studien erbrachten Belege ...


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Geheimnisvoll und hellsichtig?

Katzen werden häufig besondere, ja sogar übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt. Aber auch von anderen Tierarten glauben manche Menschen, dass sie so etwas wie einen 7. Sinn
haben.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz

(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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