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02.11.2010
Nr.22 /2010: Kleine ungebetene Gäste

Der Winter steht vor der Tür und Katzen- sowie Hundebesitzer atmen auf: Die Zeckengefahr ist zumindest für kurze Zeit gebannt oder geringer als in den Monaten zuvor. Doch dafür bieten beheizte Räume anderen Parasiten optimale Lebensbedingungen: den Flöhen. Und Haarlinge oder Milben gibt es das ganze Jahr über. Die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf geben Tipps für die Vorbeugung und Bekämpfung von Parasitenbefall.

Flöhe
In einer gut beheizten Wohnung können Flöhe für ganz schönen Wirbel sorgen: Von Hund oder Katze im Fell eingeschleppt, legen Flohweibchen bis zu 50 Eier am Tag. Diese rieseln überall dort herunter, wo Ihr Tier sich aufhält. Deshalb können sich die daraus schlüpfenden Larven in Decken, Kissen, Teppichen, Bodenritzen, Polstermöbeln oder auch Autositzen aufhalten, bis sie sich verpuppen, zu erwachsenen Flöhe entwickeln und wieder eine Blutmahlzeit brauchen. Saugen oder reinigen Sie deshalb täglich die Aufenthaltsplätze Ihres Haustiers. Decken und Kissen gehören regelmäßig in die Wäsche. Sind die Flöhe einmal in Ihren vier Wänden, sind ihre zahlreichen Nachkommen nur schwer zu vernichten.

Das oberste Gebot lautet daher: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier erst gar keine Flöhe nach Hause bringt. Verwenden Sie zur Prophylaxe ein Halsband, Spot-on- oder Sprühpräparat. Diese Mittel töten erwachsene Flöhe ab und helfen auch gegen einen neuen Befall. Bestimmte Medikamente sorgen vorbeugend dafür, dass sich Flöhe nicht vermehren können, sollten sie sich mal im Tierfell verirren. Sie werden dem Futter zugegeben. Genauso wirkt auch die so genannte Flohimpfung für Katzen. All diese Wirkstoffe halten unterschiedlich lang, sodass Sie die Anwendung über das Jahr regelmäßig wiederholen sollten.

Haarlinge
Diese kleinen Insekten brauchen zum Überleben ihr Wirtstier und halten sich deshalb meist nur dort auf. Sie ernähren sich aber nicht von Blut, sondern von Hautschuppen, -sekreten und Haaren. Die ein bis eineinhalb Millimeter großen Insekten bewegen sich auf bzw. im Fell der Haustiere. Deshalb können Sie sie auch mit bloßem Auge wahrnehmen – oder ihre weißen Eier kleben an den Tierhaaren. Vorbeugen können Sie durch eine gründliche, tägliche Fellpflege. Das gilt auch für die Hundelaus, einem echten Blutsauger. Gegen Befall hilft ein Bad oder Spray mit Insektizid, zweimal im Abstand von etwa zwei Wochen angewendet.

Milben
Diesen winzigen Lebewesen ist als Laie nur schwer auf die Schliche zu kommen. Je nach Milbenart und Entwicklungsstadium leben sie auf oder in der Haut, den Haarbälgen oder im Gehörgang. Nicht alle Milbenarten bereiten starke Beschwerden. Sie können aber auch Ohr-, Hautentzündungen oder die lebensbedrohliche Räude verursachen. Das Hauptsymptom ist Juckreiz, manchmal Schuppenbildung, Haarausfall, verkrustete oder entzündete Hautstellen. Haben Sie einen Verdacht, sollten Sie mit Hund oder Katze zum Tierarzt gehen, um eine gezielte Behandlung des Befalls und der Symptome zu ermöglichen. Da einige Milbenarten auch den Menschen befallen, sollte man mit betroffenen Tieren vorsichtig umgehen.


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Alle Bilder zu diesem Artikel:

Keine Chance für Floh und Co.!

Flöhe und noch weitere kleine Qualgeister können sich vom Haustier auch auf Polstern und Teppichen ausbreiten. Deshalb tut Vorsorge gegen Ungeziefer not.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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