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25.07.2011
Tierratgeber Nr. 15/2011: Menschen mögen Miezekatzen schon immer
Katzen schleichen sich mehr und mehr in die Herzen der Menschen. Alleine in Deutschland leben 8,2 Millionen Katzen in 16,3 Prozent der Haushalte (Quelle: IVH 2010). Ihre Anzahl nimmt stetig zu. Für den Laien mag das verwunderlich sein, hat er doch das Bild vom eigenwilligen Einzelgänger im Kopf. Aber die Popularität der Stubentiger hat gute Gründe, wie die Tierexperten der Fachmarktkette Fressnapf wissen.
Katzen sind pflegeleicht
Ob kleine Singlewohnung oder freistehendes Familienhaus mit Garten, Katzen stellen keine großen Ansprüche an ihr Heim. Sofern von klein auf gewohnt, akzeptieren sie sogar ein Leben in reiner Wohnungshaltung. Das allerdings vorzugsweise mit einem Artgenossen. Im Vergleich zum Hund brauchen Katzen wenig Aufmerksamkeit, weil sie selbstständiger sind und sich gern mit sich beschäftigen. Sie genießen es, ihre Ruhe zu haben, und erkunden stundenlang auf eigene Faust die Gegend. Nur auf ihre tägliche Portion Streicheleinheiten, ein sauberes Katzenklo, regelmäßiges Futter und Pflege wollen sie nicht verzichten. Aber das versteht sich ja von selbst!
Katzen lenken vom Alltag ab
In hektischen und stressigen Zeiten schenken uns unsere vierbeinigen Freunde einen wertvollen Schatz: innere Ruhe. Ihre gemütliche Art überträgt sich beim Kraulen und Schmusen direkt auf uns Menschen und bildet so einen wunderbaren Gegenpol zum immer schneller werdenden Leben da draußen.
Katzen sind sensible Wesen; sie haben ein gutes Gespür für unsere Stimmungen. Ob Streit mit dem Partner oder Ärger im Büro, sie schaffen mit ihrem sanften Schnurren eine Wohlfühlatmosphäre, die alle Sorgen zumindest zeitweise vergessen lässt. Besonders wenn wir traurig sind, verwöhnen sie uns mit einer Extraportion liebevoller Zuneigung.
Katzen sind charakterstarke Lebewesen
Katzen haben zwei Gesichter. Da ist das liebevolle Samtpfötchen, das uns zärtlich umgarnt. Und der wild fauchende Tiger, der mit Einsatz seiner ganzen Körpersprache Angreifer in die Flucht schlägt. Da ist das unnahbare Wesen, das deutlich signalisiert: „Lass mich in Ruhe“. Diese widersprüchliche Persönlichkeit leben Katzen voll aus. Sie tun nichts, um zu gefallen oder um Aufmerksamkeit zu erhaschen, sondern nur, was sie wollen. Uns Menschen hingegen fällt es oft schwer, zu uns und unseren charakterlichen Eigenarten zu stehen. Vielleicht bewundern wir sie deshalb insgeheim?
Unsere Hauskatzen stammen übrigens von der Falbkatze ab. Diese ist noch heute in ganz Afrika sowie Sardinien und Sizilien beheimatet. Die Annäherung an den Menschen verdankt die Katze ihrem Trieb zur Jagd auf Mäuse. Deshalb verehrten die Ägypter sie auch so sehr: Dank ihr blieben die Mäuse von den Getreidevorräten fern.
Am 8. August ist offizieller Weltkatzentag. Eine gute Gelegenheit, Ihren Liebling besonders zu verwöhnen. Dieser Tag soll uns aber auch an das Leid streunender Katzen und vom Aussterben bedrohter Wild- und Großkatzen erinnern.
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Alle Bilder zu diesem Artikel:
Katzen faszinieren
Vor allem aufgrund ihrer verschmusten Seite erfreuen sich Katzen als Haustier größter Beliebtheit.
Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
(Abdruck des Fotos nur in Verbindung mit dem redaktionellen Text)
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