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14.08.2006
Nr. 08/2006: Hund und Katze: Kein Heißhunger in der Sommerhitze

Da sind Haustiere den Menschen sehr ähnlich: Im Sommer essen sie meist weniger als im Winter. Bei glühender Hitze hat eben niemand Heißhunger, dafür aber umso größeren Durst. Was im Sommer zu beachten ist, damit Hund und Katze nicht die Freude am Fressen vergeht, haben die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf zusammengefasst.

  • Mehrere kleine Mahlzeiten belasten den Organismus weniger als ein üppiges Mahl. Füttern Sie im Sommer deswegen am besten frühmorgens und am Abend, wenn die Temperaturen erträglich sind.
  • Auch Welpen, die noch mehrere Mahlzeiten täglich bekommen sollen, sollten Sie nur in den kühleren Tageszeiten füttern und auf die Mittagsmahlzeiten vorübergehend verzichten.
  • Frisch- oder Feuchtfutter verdirbt im Sommer schnell und verbreitet dann unangenehmen Geruch. Außerdem zieht es Fliegen und anderes Ungeziefer an. Solches Futter sollten Sie daher nie lange im Napf stehen lassen und eher in kleinen Portionen reichen. Als Ergänzung oder Ersatz eignet sich Trockenfutter, das auch mal mehrere Stunden oder Tage im Napf übersteht. Wenn Ihre Freigängerkatze tagelang "on Tour" ist, freut sie sich beim Heimkehren auf Futter, das nicht verdorben ist.
  • Achten Sie auf einen sauberen Futternapf: Um üble Gerüche durch Nassfutter zu vermeiden, entfernen Sie Reste umgehend und reinigen Sie den Napf. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Wassernapf vor jedem Auffüllen.
  • Futter aus dem Kühlschrank ist tabu! Auch wenn Sie Frisch- oder Nassfutter-Reste dort aufbewahren, sollten Sie sie erst verfüttern, wenn sie Zimmertemperatur erreicht haben. Das sorgt nicht nur für besseren Geschmack, sondern verhindert auch Verdauungsprobleme.
  • Zimmerwärme ist auch fürs Wasser geboten: Es darf nicht zu kalt sein. Eiskaltes Wasser aus dem Kühlschrank schlägt auf den Magen und bewirkt statt einer Abkühlung das Gegenteil, weil Ihr Tier seine Körpertemperatur nach oben korrigiert.
  • An frisches Trinkwasser muss Ihr Tier jederzeit herankommen - das ist gerade in der heißen Jahreszeit überlebensnotwendig. Hunde brauchen pro Kilogramm Körpergewicht zwischen 60 und 80 Milliliter pro Tag. Bei mittelgroßen Hunderassen sind das knapp ein Liter, bei großen Rassen anderthalb bis zwei Liter am Tag. Katzen haben zwar einen geringeren Flüssigkeitsbedarf, weil sie ursprünglich aus trockeneren Gefilden kommen. Doch auch sie benötigen frisches Wasser, vor allem wenn Sie Trockenfutter verfüttern. Stellen Sie für Trinkmuffel am besten mehrere Näpfe oder spezielle Trinkbrunnen bereit.

Füttern im Sommer
Das sollten Sie in den Sommermonaten beherzigen, damit Hund und Katze fit und gesund bleiben:
  • Nicht in den heißesten Stunden füttern
  • Kleinere Portionen geben
  • Frischfutter nicht länger stehen lassen
  • Umstellung von Feucht- auf Trockenfutter
  • Futter- und Wassernapf gut ausspülen
  • Futter und Wasser nicht direkt aus dem Kühlschrank verabreichen
  • Immer frisches Trinkwasser bereithalten


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Alle Bilder zu diesem Artikel:

Katzen mit Napf

An heißen Sommertagen haben Katzen weniger Appetit und fressen am liebsten morgens oder abends, wenn die Temperaturen erträglich sind.
(Abdruck des Fotos nur auf Anfrage und in Verbindung mit dem redaktionellen Text. Die Feindaten der Fotos können Sie in der Fressnapf-Pressestelle erfragen.)

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